April Launen

F. Gumbert

Liebchen, was willst du?

Komm' ich oft, so schiltst du,

Komm' ich nicht, so bin ich schlecht,

Sage selbst: was ist dir recht?

Küss' ich dich heute,

Fürchtest du die Leute,

Ja und morgen, spröde Maid,

Hassest du die Heimlichkeit.

Seufz' ich, so lachst du,

Lach' ich, ach so machst du

Mir ein bitterbös Gesicht,

Was ich thu', behagt dir nicht.

Man lebt euch allen

Nimmer zu Gefallen,

Alle seid ihr -- schweig nur still! --

Wie das Wetter im April:

Scheint's recht gelinde,

Werfen tolle Winde

Mitten in den Sonnenschein

Eine Hand voll Schnee hinein,

Ich bei dem Schneien

Tröste mich des Maien --

Willst du, Lieb? Ein Blick von dir

Bringt den Mai schon heute mir.