Den Strauss den sie gewunden
F. Gumbert
Den Strauß, den sie gewunden
Zur schönsten aller Stunden
Im schönen Mai zumal,
Küss' ich viel tausendmal.
Ob Freud', ob Leid ihn feuchtet,
Wenn er von Thränen leuchtet
An meinem Angesicht,
Ich weiß es selber nicht.
Wohl nagt mit jedem Tage
Am Herzen mir die Klage
Mit bösem Gift getränkt,
Daß mein sie nicht gedenkt.
Doch in der Thränen Schimmer
Der blühnde Strauß noch immer
Wie sonst statt ihrer spricht:
Vergiß, vergiß mein nicht!