Du schweigst still
F. Gumbert
Du siehst, wie aus zerriss'ner Brust
mein Herzblut heiß und leise rinnt;
ich zeige dir's mit wilder Lust,
es rinnt um dich, geliebtes Kind.
Du siehst es wohl und weißt es wohl;
ob ich im Schmerz verzagen will,
du, du schweigst still.
Und ob wir von einander geh'n,
und ich vereinsamt bleib' zurück
und muss mit dir entschwinden seh'n
mein einzig's und mein höchstes Glück;
du stehst vor mir und gehst von mir,
und ob mein Herz verbluten will,
du, du schweigst still.