Nebeltag
F. Hegar
Nun weicht er nicht mehr von der Erde,
der graue Nebel unbewegt,
er deckt das Feld und deckt die Herde,
den Wald und was im Wald sich regt.
Er fällt des Nachts in schweren Tropfen
Durch's welke Laub von Baum zu Baum,
als wollten Elfengeister klopfen
den Sommer wach aus seinem Traum.
Der aber schläft, von kühlen Schauern
tief eingelullt, im Totenkleid —
O welch ein stilles, sanftes Trauern
beschleicht das Herz in dieser Zeit! —
Im Grund der Seele winkt es leise,
und von dahingeschwundnem Glück
beschwört in ihrem Zauberkreise
Erinn'rung uns den Traum zurück.