O schwer ist mein Herz und im Auge die Trän
F. Hiller
O schwer ist mein Herz und im Auge die Trän';
lang' hab' ich keine Freud' mehr geseh'n.
Verlassen, allein, seit mein Lieb ich verlor,
klingt nimmer des Mitleids Stimm' in mein Ohr.
O Lieb', du hast Freuden - wie hab' ich geliebt!
O Lieb', du hast Schmerzen - die schwer mich betrübt!
Doch dies wunde Herz, es verblutet nun wohl,
ich fühl's, dass bald es nicht schlagen mehr soll!
O wär' ich noch glücklich, wo sonst ich beglückt,
am Strom, wo manch Blümchen die Schlossau schmückt!
Dort wandelt und denket nun meiner der Mann,
der die Tränen im Auge mir trocknen nur kann!