Wenn der Frühling kommt

F. Hiller

Wenn der Frühling kommt, wenn der Lenz erwacht,

Dann schwellen die Ströme im Walde;

Die Ströme brausen mit donnernder Macht,

Und die Eiche, die alte, die starke, kracht;

Die Fluth tobt durch Flur und durch Halde.

Nun der Sturm gebraust und die Fluth gejagt,

Sind selige Tage entglommen;

Es keimet die Blüthe, es glühet und lacht, --

Und ist so mit dem Sturme in Einer Nacht

Die Mailuft, die milde, gekommen.