Glaube, Liebe, Hoffnung
F. Himmel
Heiliger Glaube, hoch über die Sterne
Hebst du den Geist zur Gottheit hinan,
Öffnest dem Blicke die himmlische Ferne
Über des Lebens umwölkter Bahn.
Himmlische Liebe, du knüpfest die Welten
So wie der Herzen ewiges Band.
Tröstende Hoffnung, du Stütze im Leiden,
Anker im tobenden Sturme der Welt,
Du, die den Erdensohn selbst noch im Scheiden
Strahlend den Blick in die Zukunft erhellt;
Entziehe mir nimmer dein seliges Licht,
Im Sterben noch laß ich dich, Trösterin, nicht,
Und so ihr Töchter des Himmels begleitet
Freudig den Wand'rer durchs Leben dahin;
Tröstet und stärket, erwärmet und leitet
Immer zum Ziele den wankenden Sinn,
Liebend nur, hoffend und glaubend erringt
Mein Geist die Palme, die jenseits ihm winkt.