Das hat die Sommernacht getan

F. Ippisch

Die Nacht ist keines Menschen Freund --

Was flüsterst du von Treue?

Der Mond erblaßt, der Morgen graut...

Am Bette sitzt die Reue.

Die Reue ist ein häßlich Weib

Und möcht' mich wohl verderben --

Reiß mir das Herz nicht aus dem Leib,

Ich will ja noch nicht sterben.

Mein Blut ist heiß, dein Mund so süß...

O Gott, wie kannst du küssen!

Das hat die Sommernacht gethan,

Daß wir versinken müssen.