Ach, wenn du wärst mein eigen
F. Kücken
Ach, wenn du wärst mein eigen,
Wie lieb sollt'st du mir sein,
Wie wollt' ich tief im Herzen
Nur hegen dich allein,
Und alle Wonn' und alles Glück
Mir schöpfen nur aus deinem Blick.
Ach, wenn du wärst mein eigen,
Wie wär' die Welt dann schön,
Es bliebe nichts zu wünschen,
Als stets -- dich anzuseh'n;
Und, ganz versunken in mein Glück,
Erhielt' die Welt nicht einen Blick.
Ach, wenn du wärst mein eigen,
Wie würd' ich dann so gut;
Auf deine Hoheit stützte
Ich meinen schwachen Muth.
Mein höchster Lohn, mein höchstes Glück
Erglänzte mir in deinem Blick.
Ach, wenn du wärst mein eigen,
Wie schien' mir hold der Tod,
Er träfe uns zusammen; - -
Und, gleich dem Abendroth,
Wär' er der Schluß des Tags voll Glück,
Verzehrend süß, ein Liebesblick.
Ach, wenn du wärst mein eigen,
Bis einst mein Auge bricht,
So würd' ich droben sagen:
"Ich laß ihn ewig nicht!
"Im Himmel selbst ohn' ihn kein Glück!"
Das ist mein Trost, mein Hoffnungsblick.