Held Friedrich zog mit seinem Heer
F. Kücken
Held Friedrich zog mit seinem Heer
in Feindesland die Kreuz und Quer.
Prinz Karl kommt wie ein Löwe schnell,
dem gerbt bei Friedberg er das Fell!
D'rob dringt der Franzmann über'n Rhein
dem tapfer'n Fritz ins Land hinein.
Held Friedrich aber ist nicht faul
und schlägt bei Rossbach ihn aufs Maul.
Vom Norden stürzt der Bär dann her
und tobt und brummt und mault gar sehr.
Held Friedrich lacht und haut, pardauz,
den Meister Braunpelz auf die Schnauz'.
Da kommt auch gar der Schwede noch
und sinnt für Friedrich Schmach und Joch.
Dem wäscht er aber bald den Kopf
und schickt ihn heim mit einem Zopf.
Ob auch die Welt sandt' Schar um Schar,
das macht' dem Fritz kein graues Haar.
Auf alle fuhr er wie ein Blitz,
so macht es unser alte Fritz.
D'rum denken wir, wir wollen auch
stets über Friedrichs guten Brauch.
Der Preußen Schwert sei wie ein Blitz,
wie's war beim alten Helden Fritz.
Und fällt's dem Franzmann wied'rum ein,
zu kommen an den deutschen Rhein,
dann brennen wir ihm auf die Haut,
und beißen soll er rheinisch Kraut.
Des Rheines Reben feur'ge Glut
wächst nur für echtes deutsches Blut.
Doch lüstet's ihm nach unser'm Wein,
er komme nur, wir schenken ein!