Horch, was rauschet im waldigen Grün

F. Kücken

Horch, horch, was rauschet im waldigen Grün?

Was lispelt der Nachtwind in Blütenhauch hin?

Die Nachtigall flötet im süßesten Ton

ein reizendes Liedchen - wohl kannt' ich es schon.

Ganz heimlich und leise

in zärtlicher Weise:

Horch, horch, was sie spricht!

Es tönet gar lieblich,

so heimlich und friedlich,

doch sag' ich es nicht.

Horch, horch, was plaudern die Lüfte so viel?

Sie treiben so fröhlich ihr neckendes Spiel,

und murmeld erzählt der geschwätzige Quell

manch freundliches Wörtchen, doch flüchtig und schnell.

Ganz heimlich und leise

in zärtlicher Weise:

Horch, horch, was er spricht!

Es tönet gar lieblich,

so heimlich und friedlich,

doch sag' ich es nicht.

Horch, horch, was schallet vom Echo daher?

Was girren und lachen die Täubchen so sehr?

Was wandelt dort unten am grünenden Rain

und scherzet und koset so traulich allein?

Ganz heimlich und leise

in zärtlicher Weise:

Horch, horch, was es spricht!

Es tönet gar lieblich,

so heimlich und friedlich,

doch sag' ich es nicht.