Träumen

F. Lachner

Es kommen, entstiegen dem Schoße der Nacht,

wie Geister die Träume gezogen;

sie herrschen im Dunkel mit flüchtiger Macht,

wie schnell ist ihr Zauber verflogen!

Sie necken und schrecken und täuschen das Herz,

wie oft sie es auch schon belogen,

denn was es auch fühlet, ob Freude, ob Schmerz,

von Schatten nur ist es betrogen.