Vorüber
F. Lachner
Am Ufer steht der Sänger
Und starrt nach Jenseits hin;
Er sieht die blauen Wellen
Mit Schmerz vorüberzieh'n.
Von d'rüben lockt und klingt es
Herüber an den Strand;
Ach! drüben liegt so lieblich
Ein wunderbares Land.
Kein Nachen will erscheinen,
Kein Fährmannsruf erschallt;
Still säuselnd nur die Welle
Am Saum des Ufers hallt.
Des Sängers Herz will brechen
Vor banger Ungeduld;
Er stürzt sich in die Wellen,
Vertraut der Götter Huld. --
Nicht kund ist's je geworden,
Ob er erreicht den Strand.
Die blauen Wellen säuseln
Wie sonst vorbei am Strand! --