Nimm mich mit, o Herbst

Lehár, Franz

Wenn der Abend auf die Berge niedersinkt,

steh' ich einsam da und seh' dem Herbste zu,

wie er milde Seine Fahnen

auf der Erde schwingt,

schwer und rot vertönen ihre farben

in der Abendruh!

Endlos taumeln noch die Lichter

nach den Fernen

bunte Schatten steigen auf und

wehn sinnestrunken

nach den ersten Sternen

die in herrlichstem Geleuchte droben stehn.

Ich aber bin einsam,

ich bin nahe dem Verzagen

meine Sinne sind der Heimat zugewandt.

Dahin, dahin fährt der Herbst

mit seinem Silberwagen!

Nimm mich mit, o Herbst,

an meiner Sehnsucht Strand,

nimm mich mit, o Herbst,

an meiner Sehnsucht Strand.