Der alte Fischer

F. Masini

Ein alter Fischersmann,

sobald er sah Marien

von fernen Stelldichein

rückkehren schwermutsbang,

saß lächelnd in dem Kahn

nach seinen Tagesmühen

und sang die Worte dann,

dass Echo leis' erklang:

Du arme Kleine,

geh nicht alleine,

denn es schweigt lang

der Vögel Sang.

Schatten und Schweigen

nieder sich neigen,

Nacht kommt und Graus,

eile nach Haus'!

So kam Marie eint

viel später und voll Bangen

aus jenem stillen Hain

zur späten Abendzeit.

Schon dunkelte es sehr;

des Fischers Worte klangen

unheimlicher als sonst

und schwermutsvoller heut':

Du arme Kleine

usw.

Der alte Fischersmann

ist endlich heimgegangen;

am Ufer ist sein Grab,

von Elfen still bewacht,

doch kommt die stille Nacht,

und Mond und Sterne prangen,

so bebt mit Zephirwehen

sein Lied noch durch die Nacht:

Du arme Kleine

usw.