Wer pocht so leis an's Fensterlein

F. Naubert

"Wer pocht so leis an's Fensterlein?"

Ein frischer Sommerregen,

Der will die blauen Vergißnichtmein

Begießen

Von deines Liebsten wegen.

"Die blauen Blümlein sind getränkt.

Vom Thau der Lieb' und Sorgen,

Wenn mein der Ferne nicht gedenkt,

So wein' ich

Am Abend und am Morgen."

Weine nicht, weine nicht, fein's Mägdelein,

Und klage nicht laut, nicht leise:

Er trägt dich warm im Herzen sein

Auf ewig,

Und ist schon auf der Reise.