Es winkt und neigt sich

F. Nietzsche

Es winkt und neigt sich seltsam

am Fenster die Rebe rot

und kündet mir mitleidig

der heißen Liebe Tod.

Die wilde Weinesranke,

so rot wie helles Blut,

neigt sich wie mein Gedanke

sich wiegt in stiller Flut.

Hoch auf und wieder nieder

sie wie im Traume nickt.

Ob sie in meinem Auge

wohl eine Trän' erblickt?

Du wilde Weinesranke,

zerflatternd Blatt um Blatt,

du sagst mir, daß die Liebe

ein schmerzlich Ende hat.