Sonne des Schlaflosen

F. Nietzsche

Schlafloser Augen Sonne! trüber Stern,

Dein thränenvoller Strahl erzittert fern, --

Du offenbarst die Nacht, die dir nicht weicht:

O wie dir ganz des Glücks Erinnrung gleicht!

So leuchtet längst vergangner Tage Licht,

Es scheint, doch wärmt sein matter Schimmer nicht.

Der wache Gram sieht eine Luftgestallt,

Scharf, aber fern! -- klar, aber ach -- wie kalt!