Abschied

F. Schilling

Die Blume bricht des Nordwinds Hauch,

Der Schmerz an meinem Herzen frißt;

Ob glänzender dein Elend auch

Ich weiß, daß du doch elend bist.

Mein Herz, das heiß für dich gepocht,

Birgt einen Schatz von reinem Gold;

Du hätt'st zu heben ihn vermocht,

Du aber hast es nicht gewollt.

Wir könnten beide glücklich sein;

Du weißt es wohl und willst es nicht.

O mög' es nimmer dich gereu'n!

Leb' wohl! dies sei dein letzt' Gedicht.