Mondliebchen

F. Schmidtler

Der Mond hat ein Liebchen,

ich hab' ihn belauscht;

jüngst hat es am Abend

im Walde gerauscht.

Es spross aus den Blättern

ein Blümchen empor,

da schlich er sich gleich

aus den Wolken hervor.

Er schaute das Blümlein

und glühte vor Lust,

es hatte erblühend

schon Tau in der Brust.

Da steig er gleich hastig

ins Tröpfchen hinein

und erbleichte beim Scheiden

im Morgenschein.