Allüberall, zu jeder Zeit
F. Sieber
Allüberall, zu jeder Zeit,
gedenk' ich dein, mein Lieb,
gedenke dein mit Traurigkeit,
weil fern du bist, mein Lieb!
Aus jedem Blümlein wunderhold
blickst du mich an, mein Lieb,
als ob ich dir vergeben sollt'
der Trennung Leid, mein Lieb.
Und bist in fernen Landen auch,
bin doch bei dir, mein Lieb,
und meiner Liebe warmer Hauch
dringt bis zu dir, mein Lieb.
Und schließest du in dunkler Nacht
die Äuglein zu, mein Lieb,
dann schleiche ich mich leis' und sacht
in deinen Traum, mein Lieb!