Wanderers Morgenlied
F. Sieber
Ein frohes Herz und frischen Mut,
was brauch' ich wohl noch mehr?
Ich schwinge jauchzend meinen Hut
und blicke um mich her:
Hoch über mir ein Himmel rein,
am Horizonte Purpurschein
und rings ein Nebelmeer.
Tief unter mir die schöne Welt
liegt noch in tiefer Ruh';
bald ruft der Lerche Sang im Feld
den Morgengruß ihr zu.
Ein Sehnen zieht durch meine Brust;
o Wandern, Wandern, meine Lust,
mein höchstes Glück bist du!