Die Fremdenlegion

F. Silcher

O Straßburg, o Straßburg,

du wunderschöne Stadt!

Darinnen liegt begraben

ein manniger Herr Soldat.

Ein mancher, ein schöner,

ein braver Herr Soldat,

der Vater und die Mutter

zu Haus verlassen hat.

Er hat sie verlassen,

es kann nicht anders sein;

zu Straßburg, ja zu Straßburg,

da müssen Soldaten sein.

Die Mutter, die Mutter,

die ging vor's Hauptmanns Haus:

"O Hauptmann, lieber Hauptmann,

gib mir meinen Sohn heraus."

"Deinen Sohn kann ich nicht geben

um so und so viel Geld.

Dein Sohn und der muss sterben

im weit und breiten Feld."

Im weiten, im breiten,

allvorwärts vor dem Feind,

wenn gleich sein schwarzbrauns Mägdlein

so bitter um ihn weint.