Sodoms Ruinen

F. Stade

Oben am Berge ziehen

dunkel die Wolken dahin,

von Dibon bis zum Atharot-Teich

wallen und wogen die Nebel bleich

über die Stätte von Sodom.

Von fern rauscht plätschernd die Woge

des Salzmeers eintönig hin,

drunten unter dem feuchten Gras

liegen die Söhne Helvilas,

liegen die Trümmer von Sodom.

Zerbroch'ne Säulen und Stufen,

Scherben von Becher und Krug;

der Geier, der droben den Fittich spannt,

nie berührt er je das verfluchte Land,

die verfluchte Stätte von Sodom.