Der prächtige Weber

F. Volkmann

Wo sich der Cart ins Meer ergießt,

manch grüner Baum, manch Blümchen sprießt,

da lebt ein Bursch' für mich, das ist -

das ist ein prächt'ger Weber.

Hatt' Freier acht wohl oder neun,

die brachten Ring' und Bänder fein;

fast ward mir Angst um's Herze mein,

drum gab ich es dem Weber.

Mein Vater schrieb des Mitgifts Pfand

für einen Burschen, reich an Land,

doch zu dem Herz gehört die Hand,

drum gab ich sie dem Weber.

So lang im Laub ein Vogel singt,

so lang die Bien' aus Blumen trinkt,

so lang die Saat im Regen blinkt,

lieb' ich den prächt'gen Weber.