Holdes Grab

F. Volkmann

Ich bin begraben, ach!

In süßer Todeslust;

Mein holdes Grabgemach

Ist meines Liebchens Brust.

Und wie auf Gräbern blühen

Mairöslein, früh entsprossen,

So hat ein rosig Glühen

Die Wangen ihr umflossen.

Es keimt dies holde Blüh'n

In meines Herzens Grund,

Die Seufzer, die da glüh'n,

Hauch' ich aus ihrem Mund.

Es weht um ihre Glieder

Ein Singen und ein Klingen -

Das sind die leisen Lieder,

Die mir in ihr entspringen.