Im Herbst

F. von Wickede

Wir gehen zusammen durchs rauschende Laub

Zur herbstlichen Stund;

Es fliegen die flatternden Blätter bunt

Den Winden zum Raub,

Und den Winden zum Raub,

Wie Blätter und Staub,

Geb' mit seligem Sinn

Ich all' die entschwundene Sorge dahin.

Wir schauen zusammen, wie rieselnd fast

Der Regen rinnt,

Doch mein Herz sich auf goldene Zeit besinnt,

Wo die Sonne gelacht,

Und die Sonne lacht:

Dein Auge macht

Mir helle die Welt,

Und mein Leben ist licht, dem Deinen gesellt.

Wir sitzen zusammen beim Kerzenlicht,

Ich bin mir bewußt:

Jedwedes Wort kommt tief aus der Brust,

Das die Lippe spricht --

Was die Lippe spricht,

Ich vergeß' es nicht;

Dein Wort ist Gesang:

Nun komme du, Winter! nun ist mir nicht bang!