Evas Haar

F. Weingartner

Als wie ein Feld, das erstes Licht ereilt,

sind deines Hauptes wunderblonde Wellen:

Ein sanfter Morgen scheint ihr Gold zu schwellen,

darauf der Sonne Auge zögernd weilt.

Nun flammt es auf, als kam'es Purpur malen, -

ist es der Mohn, der heimlich in ihm wohnt?

Doch wann der Abend naht mit kühlem Strahlen,

so ruht es wieder blass, wie keuscher Mond.