Mondaufgang

F. Weingartner

In den Wipfeln des Waldes,

die starr und schwarz

in den fahlen Dämmerhimmel

gespenstern

hängt eine große,

glänzende Seifenblase.

Langsam löst sie sie sich

aus dem Geäst

und schwebt hinauf

in den Äther.

Unten im Dickicht

liegt Pan,

im Munde

ein langes Schilfrohr,

dran noch der Schaum

des nahem Teiches

verkrustet schillert.

Blasen blies er,

der heitre Gott:

die meisten aber

platzten ihm tückisch.

Nur eine

hielt sich tapfer

und flog hinaus

aus den Kronen.

Da treibt sie schimmernd,

vom Winde getragen,

über die Lande,

immer höher steigt

die zerbrechliche Kugel.

Pan aber blickt

mit klopfendem Herzen -

verhaltenen Atems -

ihr nach...