Alpenglühen

F. Zeileis

Wer rief dies Bild, das plötzlich in den Rahmen

Des Fensters mit dem goldnen Winde glitt?

Still ruft's mich an. Und schon weiß ich den Namen:

Es ist der Herbst und meint auch Abschied mit.

Die Berge, die tagsüber Himmel waren,

Wie glühn sie nah im abgeteilten Licht!

Oh hier wie immer fühlt man:

in dem Klaren Ist schon ein Teil Vergängnis und Verzicht,

Und fühlt, es wäre gut, noch einmal leiser

Als sonst den Vesperweg talab zu gehn

Eh' sich die Abende im Herbst verfrühen,

Und vor den Sternen noch aus all den Häusern,

Die westwärts Feuer aus den Fenstern sprühen,

i Sich Sommersonne in das Herz zu sehn.