Glück

Fanny Hensel

So willst du des Armen

Dich gnädig erbarmen?

So ist es kein Traum?

Wie rieseln die Quellen,

Wie tönen die Wellen,

Wie rauschet der Baum!

Tief lag ich in bangen

Gemäuern gefangen,

Nun grüßt mich das Licht!

Wie spielen die Strahlen!

Sie blenden und malen

Mein schüchtern Gesicht.

Und soll ich es glauben?

Wird keiner mir rauben

Den köstlichen Wahn?

Doch Träume entschweben,

Nur lieben heißt leben;

Willkommene Bahn!

Wie frei und wie heiter!

Nicht eile nun weiter,

Den Pilgerstab fort!

Du hast überwunden,

Du hast ihn gefunden,

Den seligsten Ort!