Unter Sternen

Felix Paul Weingartner

Wende dich, du kleiner Stern,

Erde! wo ich lebe,

daß mein Aug', der Sonne fern,

sternenwärts sich hebe!

Heilig ist die Sternenzeit,

öffnet alle Grüfte;

strahlende Unsterblichkeit

wandelt durch die Lüfte.

Mag die Sonne nun bislang

andern Zonen scheinen,

hier fühl' ich Zusammenhang

mit dem All' und Einen!

Hohe Lust, im dunklen Tal,

selber ungesehen,

durch den majestät'schen Saal

atmend mitzugehen!

Schwinge dich, o grünes Rund,

in die Morgenröte!

Scheidend rückwärts singt mein Mund

jubelnde Gebete!