Trüb, trüb ist mein Auge
Ferdinand Möhring
Trüb, trüb ist mein Auge,
Wie Tau einst so klar,
Bleich, bleich ist die Wange,
Die blühend einst war,
Schwer atmet der Busen,
Einst freut' er sich gern,
Denn William, mein Liebster,
Mein William ist fern!
Schwer, schwer war der Tag,
Als der Liebste mich ließ,
Mir weinend am Halse
Noch Treue verhieß;
Mein Herz wollte brechen,
Mir schwand jeder Stern,
Als fliegend ein Segel
Trug William so fern!
Weint, weint, o ihr Tapfern!
Ihr Schönen ruft Weh!
Ohn' Bahrtuch begrub ihn
Die heulende See!
Ihr Treuen, ihr guten,
Beklagt meinen Stern,
O weint, daß mein William
Auf ewig ist fern!