Wohl lag' ich einst in Gram und Schmerz

Ferdinand Sieber

Wohl lag' ich einst in Gram und Schmerz,

Da weint' ich Nacht und Tag;

Nun wein' ich wieder, weil mein Herz

Sein Glück nicht fassen mag.

Mir ist's, als trüg' ich in der Brust

Das ganze Himmelreich!

O höchstes Leid, o höchste Lust,

Wie seid ihr euch so gleich!