Du bist da droben im Palast begehrt

Frederic Balazs

Du bist da droben im Palast begehrt,

erlauchter Sänger lauterer Gedichte,

wo Tänzer stillstehn, deinem Angesichte

und deinem Munde durstend zugekehrt.

Und es gefällt dir, dieser dürftigen Tür

Griff anzurühren? Ist es auszuhalten,

daß deiner Fülle Klang in goldnen Falten

vor eine Türe fällt, zu arm dafür?

Sieh die zerbrochnen Fenster. Fledermaus

und Eule baun im Dach. Und meine Grille

zirpt gegen deine Mandoline. Stille.

Das Echo macht noch trauriger das Haus,

drin eine Stimme weint, so wie die deine

da draußen singen muß... allein, alleine.