O Schwälblein, das da fliegt in weite Ferne

Friedrich August Naubert

O Schwälblein, das da fliegt in weite Ferne,

Wie leuchtet dir im Fluge dein Gefieder!

Eine von deinen Federn hätt' ich gerne,

Ein Liebesbrieflein schrieb' ich damit nieder.

Ist's fertig dann und voll von süßen Dingen,

Sollst du es meinem Schatz, o Schwälblein, bringen.

Und triffst du ihn zu Tisch beim Essen an,

So sag ihm meinen Gruß und Liebeskummer,

Und triffst du ihn im Bette schlafend an,

Senk' still die Flügel, stör' ihn nicht im Schlummer.