Die Götterfrucht grünt nicht am Halme

Friedrich Heinrich Himmel

Die Götterfrucht grünt nicht am Halme

Des Lebens auf im engen Thal der Zeit.

Und wenn die Seligkeit mit ihrer schönern Palme

Das neue Himmelsleben weiht:

Auch dann wird sie noch unserm Herzen fehlen,

Bei jedem neuen Feierkranz;

Wir mögen tausend, tausend Kränze zählen;

Doch nie besitzen wir sie ganz.

Sie weilet nicht in stolzen Fürstenhallen,

Sagt vom beglückten Bösewicht sich los;

Nur eine Blume läßt ihr Ausflug niederfallen,

Und diese fällt der Tugend in den Schoß.