Peregrina V

Friedrich Rauchbauer

Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl gebunden,

Geht endlich arm, zerrüttet, unbeschuht;

Dieß edle Haupt hat nicht mehr, wo es ruht,

Mit Thränen netzet sie der Füße Wunden.

Ach, Peregrinen hab' ich so gefunden!

Schön war ihr Wahnsinn, ihrer Wange Gluth,

Noch scherzend in der Frühlingsstürme Wuth,

Und wilde Kränze in das Haar gewunden.

War's möglich, solche Schönheit zu verlassen?

-- So kehrt nur reizender das alte Glück!

O komm, in diese Arme dich zu fassen!

Doch weh! o weh! was soll mir dieser Blick?

Sie küsst mich zwischen Lieben noch und Hassen,

Sie kehrt sich ab, und kehrt mir nie zurück.