Hoffnung
Friedrich Wilhelm Agthe
Hoffnung erhält das Leben,
Sie flicht das Demantband,
Das Erd' und Himmel einet,
Sie reicht uns stets die Hand.
Sie ist der Fels des Glaubens,
Wenn Tod die Hippe schwingt,
Wenn Grüfte uns umgeben,
Wenn Schauer uns umringt.
Sie ist der Stern der Liebe,
Wenn Sehnsucht harrend klagt,
Wenn Herzen sich ergießen,
Wenn Freude rosig tagt;
Sie ist der Pilgers Stütze,
Sie zieht vor ihm herauf,
Wenn er zum fernen Ziele
Verfolgt den Pilgerlauf.
Sie ist der Schutz im Drange,
Sie gibt im Unglück Muth;
Wenn Leiden uns umgeben,
Ruft sie: es wird noch gut!
Die schönste Lebensblume
Erleichtert Müh' und Noth.
O! hoffnungslos sei nimmer
Im Leben und im Tod!