Wilde Rosen

G. Amft

Nun liegen die Wälder in Glanz und Duft

wie unter silberner Hülle.

Ich weiß einen Ort, da blühen jetzt

die wilden Rosen in Fülle.

Und geh' ich vorüber, so stecke ich wohl

die schönsten mir sinnend ans Mieder,

und traumverloren im Weitergeh'n

zerpflück' ich sie spielend wieder.

Ihr armen Rosen, beklagt euch nicht!

Mein Los ist tausendmal trüber:

Am Wegesrand verblüht meine Lieb',

und er geht achtlos vorüber.