Alles ist Eins

G. Bachlund

Einmal, am Rande des Hains,

stehn wir einsam beisammen

und sind festlich, wie Flammen -

fühlen: Alles ist Eins.

Halten uns fest umfaßt;

werden im lauschenden Lande

durch die weichen Gewande

wachsen wie Ast an Ast.

Wiegt ein erwachender Hauch

die Dolden des Oleanders:

sieh, wir sind nicht mehr anders,

und wir wiegen uns auch.

Meine Seele spürt,

daß wir am Tore tasten.

Und sie fragt dich im Rasten:

Hast Du mich hergeführt?

Und du lächelst darauf

so herrlich und heiter

und: bald wandern wir weiter:

Tore gehn auf..

Und wir sind nichtmehr zag,

unser Weg wird kein Weh sein,

wird eine lange Allee sein

aus dem vergangenen Tag.