Der kleine Kunstreiter

G. Bachlund

Max durfte in den Zirkus geh'n,

da gab es vielerlei zu seh'n:

Ganz große, wilde Tiere und

auch einen klugen Pudelhund,

der Karten legte - und ein Schwein,

das auf französisch "Oui" konnt' schrei'n.

Der dumme August macht' ihm Spaß,

der jedermann im Wege saß.

Besonders hat's ein Reitersmann

jedoch dem Mäxchen angetan.

Der stand auf seinem flinken Pferd

auf einem Bein und ritt verkehrt.

Dann war ein Seil da, das man schwang,

durch welches Roß und Reiter sprang.

Das war ein Kunststück - Donnerblitz! -

viel schöner noch als Augusts Witz....

Als Mäxchen dann nach Haus gekommen,

hat Gertruds Springtau er genommen.

Das gab er Fips und Stips ins Maul

und sattelte den Steckengaul.

Das Schwesterchen faßt an das Tau:

Nun, Mäxchen spring'! - Fips bellt: Wau, wau!

Die Schwester schwingt. - Max läuft. - Stips bellt. -

Nun, hops! - Max springt. Und - bums! - Er fällt.

Hier fliegt ein Schuh; da fliegt der Helm;

hier fliegt das Pferd; - da liegt der Schelm. -

Die Lehre hat dem Max gezeigt:

Kunstreiter sein ist nicht so leicht.