Einer Unglücklichen

G. Bachlund

Ich kenne die harten Züge

und den trocknen Durst am Mund,

und wäre beides nur Lüge,

gäb es dein Auge kund.

Ich horche an deinem Herzen,

was zehrendes Fieber spricht,

und lese in deinen Schmerzen

das Wort: Ich darf ja nicht.

Ich kann dir die Ruhe nicht geben,

doch hab ich dich lieb, mein Kind,

wie alle, die so im Leben

klagelos einsam sind.