Es stot ein lind in himelreich

G. Bachlund

Es stot ein lind in himelreich,

do blüyend alle este,

Do schryend alle engel glich

dz yesus si der beste.

Es kam ein bott von himel vin

har uf dise erden,

Er gieng zu bschlossen türen in

und gruste die vil werden:

"Grüsset syest, maria,

ein kron ob allen wiben!

Du solt ein kind geberen ja,

und solt doch magt belyben."

"Wie kan ich gbern ein kindelin

und sein ein maget lyse?

Nie mans begert das hercze min,

des soltu mich bewisen."

"Dz wil ich dich bewisen wol,

du edle küniginne:

Der helig geiste komen sol,

der mag dz wol vollbringen."

Gabriel kert wider hin

zu der himel porten,

"Ich bin ein dirn des herren min,

mir gscheh nach dinen worten."

Gabriel kam wider in,

er seit gar gute mere,

Dz maria maget vin

gottes muter were.

Gabriel kam wider ab

und behutz vor allem schmerczen.

Maria, die vil reine magt,

trug got in irem herczen.