Herbst
G. Bachlund
Die Erde hat ihr Festkleid angetan;
allein die Blumen sind schon farbensatt;
das Meer wogt blauer; an der Abendsonne Bahn
errichten Engel ihre lichte Lagerstatt.
Die fernen Höhen krönt ein Purpurdunst;
die Tage sanft, und lang und still die Nacht,
erstaunten Augen zeigt sich, wie durch Zauberkunst,
des Nordlichts wandelbare Pracht.
Natur teilt Ihre Gaben aus mit milder Hand,
und auf den Feldern Garb' an Garbe steht;
indes im Wald, von Herbstesrauschen übermannt,
ein Zittern durchs erglühte Laub des Ahorns geht.