Ich bin

G. Bachlund

Ich bin! Doch was ich bin - mag's keiner wissen?

Im Stich gelassen und gefallen aus der Zeit,

verzehr ich mich in meinen Kümmernissen,

die nah'n und geh'n in Selbstverlorenheit,

Schatten des Daseins, einem seelenlosen,

und doch bin ich und leb', wenngleich verstoßen

ins Nichts aus Lärm und Hohn und Bitterkeit

ins aufgewühlte Meer des wachen Traums,

wo kein Gefühl mehr ist und keine Freud,

nur noch das Wrack des alten Selbstvertrau'ns

und allem, was mir lieb. Selbst die, die mir am nächsten standen,

sind fremd mir - ja - sind fremder als die andern.

Ich sehn' nach Orten mich, wo nie ein Mensch je ging,

wo niemals eine Frau geweint, gelacht,

um dort zu sein bei Gott, dem Schöpfer aller Ding,

zu schlafen wie als Kind ich schlief in sichrer Nacht,

voll guten Sinns, in Mutters Schoß. Lasst mir die Ruh,

das Gras - mein Bett, der Himmel deckt mich zu.