In der Hütte am Berg

G. Bachlund

"Was ich lieb und was ich bitte,

Gönnen mir die Menschen nicht,

Darum, kleine, moosge Hütte,

Meid ich so des Tages Licht.

Bein herauf zu dir gekommen,

Wo ich oft der Welt vergaß,

Gerne sinnend bei dem frommen

Roten Kerzenschimmer saß.

Weil ich drunet mich veliere

In dem Treiben bang undhohl,

Schließe dich, du kleine Türe,

Und mir werde wieder wohl!"

So der Einsamkeit gegeben,

Hing ich alten Träumen nach,

Doch der Flamme ruhig Weben

Trost in meine Trauer sprach.

-- Leise, wie durch Geisterhände,

Öffnet sich die Rüre bald,

Und es tritt in meine Wände

Eine liebliche Gestalt.

Was ich lieb und was ich flehte,

Freundlich, schüchtern vor mir stand,

Ohne Sinn und ohne Rede

Hielt ich die geliebte Hand;

Fühle Locken bald und Wange

Sanft ans Antlitz mir gelegt,

Während sich im sel'gen Drange

Träne mir um Träne regt.

-- Freundlich Bild im himmelblauen

Kleide mit dem Silbersaum!

Werde nimmer so dich schauen,

Und mich täuschte nur ein Traum.