In meinem Schrank
G. Bachlund
In meinem Schrank hängt dein Mantel noch am Hacken
Und endlos wartet er, voll Hoffnung, ohne Harm
Zu treffen dich; er wird es nicht, dich halten warm
Mit Sanftheit zu umfassen deinen Nacken.
Zum Glück weist er mich der Mantel auf die Zeit
Als er mit deinem Hüften haschen spielte...
Doch mir wie einem Seher knarrt die Stimme:
Kommt dem zum Trotz noch Winters Eisigkeit.
Warum Vergang'nes rühren, und Fehler, die versunken?
Bizarr und schlaflos kam der Mantel ins Sonett
Und wirbelt Schnee auf Wien, im Kreise, toll betrunken.
Erinnerungen ich jage fort, die brauche ich nicht, zu spät!
Genügt's mir nicht zu streuen Salz noch in die Wunden;
Dann zeichne ich, deshalb, und wieder dein Porträt.