Verona

G. Bachlund

In den Schleifen, die der Fluß warf,

blieb ich gefangen.

Über die Brücken, die ihn queren,

bin ich wieder gegangen.

Auf den Plätzen, die das Licht traf,

hab ich gesessen,

von dem Brote, das sie dort backen,

wieder gegessen.

Habe getrunken, wie damals

von ihrem Weine,

sah von Hügel die Stadt in

wechselndem Scheine.

Bedachte mein Leben und sah es

am Feigenbaumstamme

züngeln und wollte es wiedererwecken

zu lodernder Flamme.

Aber die Winde hatten gewechselt,

gewechselt die Stunden.

Eidechsen huschten wie sie. Was ich suchte,

habe ich nicht mehr gefunden.

Doch bin ich über unzerstörbare

Brücken gegangen,

und in Schleifen, die kein Fluß wirft,

blieb ich gefangen.