Wenn Eicheln fallen
G. Bachlund
Wenn Eicheln fallen, Schwalben südwärts zieh'n,
lange gehegtes Hoffen traurig sinkt,
und wenn der Winter Herbstes Schuld erzwingt
und Blatt für Blatt ihn treibt in den Ruin -
Sollt' dann der Sichelmond ohn' Eigennutz mithin
den Himmel schimmern lassen, wenn die Sonn' versinkt?
Sein heller Blick, obwohl die Nacht den Tag verschlingt,
ihr Einhalt tut und hemmt des Lichtes Flieh'n!
So, junge Schönheit, neu in mir erblüht,
da doch auch meine Herrlichkeit vergeht
und mancher süße Traum verblasst, verweht,
nehm' ich von dir, was in dir glüht,
auf dass, wenn dann mein Tag im Abend steht
dein Morgen mich vor schneller Nacht behüt'.